Freitag, 31. Mai 2013

Rezension: Ein Wispern unter Baker Street


Da ich ein Leseexemplar gewonnen hatte, gibt es schon einen Tag vor dem Erscheinungstermin eine Rezension zu Ben Aaronovitchs Ein Wispern unter Baker Street, dem 3. Band der Fantasy-Krimi Reihe.

Titel: Ein Wispern unter Baker Street
Autor: Ben Aaronovitch
Genre: Urban Fantasy, Krimi
Seitenzahl: um 400
Verlag: dtv

Inhalt
In diesem dritten Band um Peter Grant, Polizist und angehender Zauberer, kommt Peter in den Genuss noch einmal richtige Polizeiarbeit machen zu dürfen. Mit einem kleinen magischen Ereignis hier und da. Es geht in den Untergrund, denn in den U-Bahn Tunneln der Londoner Tube, wurde ein junger Amerikaner erstochen und das Tatwerkzeug weist einen Hauch Vestigia auf, der bei Peter und seiner Freundin und Kollegin Lesley gleich die Alarmglocken klingeln lässt.  Mit einer lästigen FBI Agentin auf den Fersen geht’s ans Ermitteln. Und zwar ist diesmal im wahrsten Sinne des Wortes dreckige Polizeiarbeit gefragt, als Peter sich in die Tiefen der U-Bahn Tunnel und Abwasserkanäle Londons begeben muss, um zu ermitteln…

Meinung
Auch diesmal ist das Coverdesign sehr ansprechend gestaltet und an das Original angelehnt, wobei ich zugeben muss, dass mir die englischen Cover einen Tick besser gefallen.

Ich muss zu Anfang noch kurz erwähnen, dass ich Band 2 leider nicht gelesen hatte, bevor ich das Leseexemplar erhielt. Ich empfehle die Reihe von Anfang an zu beginnen, allerdings hatte ich dank einiger Referenzen keine Probleme fortlaufenden Handelssträngen des zweiten Bandes zu folgen, vor allem auch weil mir die Figuren aus Band 1 schon vertraut waren.

Ansprechend und abwechslungsreich war auch in diesem Band wieder die Verflechtung der normalen Welt mit den Fantasyelementen. Anstatt, wie in den meisten Büchern des Genres Urban Fantasy, die Magie in den Vordergrund zu rücken, schreibt Aaronovitch im Grunde einen Krimi und die Magie spielt hauptsächlich als Mittel zum Zweck während der Aufklärung der Fälle eine Rolle. Dieser Ansatz gefällt mir gut und hebt sich von ähnlichen Reihen des Genres ab.

Der Schreibstil ist angenehm, wenn auch gelegentlich etwas zu ausschweifend, sodass ich dazu neige ein paar Zeilen zu überspringen, um zum Punkt zu kommen. Diese kleine Schwäche scheint sich seit Band 1 durch die Reihe zu ziehen, mindert aber zum Glück kaum den Lesegenuss.  Es laufen viele Handlungsstränge parallel ab und erstrecken sich auch in Folgebände, doch mir fiel es nicht allzu schwer die Ermittlungsarbeit dem jeweiligen Fall zuzuordnen. Man erfährt wieder ein wenig mehr über die Figuren und lernt sie immer besser kennen. Peter und Lesley als Team gefallen mir aufgrund ihrer Dynamik sehr gut und ihr gelegentlicher Schlagabtausch trägt viel zur Unterhaltung bei. Auch Band 3 ist sehr humorvoll geschrieben und die Referenzen zur Popkultur wie z.B. Harry Potter, Herr der Ringe oder auch Avatar – Herr der Elemente machen Spaß und tragen dazu bei die Handlung mit unserer Realität zu verknüpfen.

Fazit
Die Reihe um Peter Grant macht einfach Spaß und daher kann man über kleine Schwächen gut hinwegsehen. Ich bin gespannt auf mehr und kann auch diesen Band nur empfehlen. Von mir gibt's 4 Sterne.

★★★★☆




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