Mittwoch, 11. September 2013

Rezension: Die Spione von Myers Holt / Band 1

Titel: Die Spione von Myers Holt - Eine gefährliche Gabe
Originaltitel: The Ability
Autorin: Monica M. Vaughan
Genre: Kinder-/Jugendbuch, Fantasy, Krimi
Seitenzahl: 362
Verlag: dtv junior

Inhalt
Chris Lane kommt aus schwierigen Verhältnissen. Seit dem Tod seines Vaters ist seine Mutter depressiv und so ist er gezwungen sich selbst um den Haushalt und Reperaturen zu kümmern. Zu allem Unglück wird er auch noch der Schule verwiesen, doch dann erfährt er, dass er zu den wenigen ausgesuchten Schülern gehört, die für ein Jahr an die Myers Holt Academy gehen dürfen, weil sie eine besondere Gabe besitzen. Zudem stellt sich heraus, dass es sich bei dem Internat um eine Einrichtung des MI 18 vom englischen Geheimdienst handelt. Für Chris eröffnet sich eine ganz neue Welt, als er dort seine Ausbildung beginnt und mit seinen neuen Freunden seine Gabe trainiert...



Meinung
Dieses Buch machte micht - ich gebe es zu - neugierig, weil mich die Geschichte in ihren Grundzügen ein wenig an Harry Potter erinnerte und ich schon immer Geschichten über Kinder/Jungendliche in Internaten mit besonderen Kräften mochte, nicht nur Harry Potter. ;)

Entsprechend der Zielgruppe ist der Schreibstil eher einfach gehalten und die Sätze kurz und prägnant. Die Autorin hat einen angenehm flüssigen Stil und man rutscht quasi durch die Geschichte hindurch.

Chris als Hauptperson schließt man sofort ins Herz und fühlt mit ihm, während man ihn dabei begleitet wie er ein neues Leben kennenlernt. Neben ihm tauchen mit seinen fünf neuen Mitschülern und seinen Lehrern einige weitere interessante Figuren auf, über die man mehr erfahren möchte. Da hätte ich mir jedoch teilweise mehr Ausbau der Charaktere gewünscht, denn die Autorin kratzt hier leider nur an der Oberfläche und es wäre wünschenswert das sich da in den Folgebänden noch etwas tut. Zudem waren mir die Kinder dann hin und wieder doch noch zu kindlich - da bevorzuge ich etwas reifere Darstellungen, wie sie in vergleichbaren Buchreihen zu finden sind. Manchmal hatte ich eher das Gefühl über 8-10-jährige anstatt 12-Jährige zu lesen.

Besonders positiv hervorzuheben ist meiner Meinung nach die Beschreibung der Gabe und die Art und Weise wie diese eingesetzt wird. Wirklich anders und sehr kreativ! Das habe ich so oder ähnlich bisher noch nicht gelesen. Manchmal verläuft die Handlung ein wenig zu glatt, auch wenn man sich für Chris freut, dass er es am Internat besser hat als zuhause bei seiner Mutter. Sobald Chris am Internat war, gab es kaum noch erwähnenswerte Schwierigkeiten bzw. zu bewältigende Hürden für ihn, sodass meiner Meinung nach auch ein wenig die Spannung litt.

Im Großen und Ganzen muss sich Eine gefährliche Gabe Vergleiche mit Harry Potter und Percy Jackson nicht nur wegen ihrer Grundzüge gefallen lassen. Vor allem zu Harry Potter, da an der Akademie z.B. die Beschreibung der Wohnräume der Kinder doch zahlreiche Parallelen aufwiesen, um nur einen Punkt zu nennen. Und das Ende erschien mir leider etwas übereilt, für die angepeilte Ziel- bzw. Altersgruppe ist es aber vermutlich angemessen.

Fazit
Die Autorin erschafft hier eine interessante, spannende Welt, die noch viel Potenzial nach Oben hat. Die Stimmung im Buch ist überwiegend etwas düsterer als man es sonst von Büchern für diese Altersgruppe gewöhnt ist, bot aber in meinen Augen dadurch einen guten Kontrast zu den zuvor erwähnten, teils etwas zu glatt laufenden, Handlungssträngen und hat mir daher gut gefallen.

Die Spione von Myers Holt: Eine gefährliche Gabe ist ein schöner Auftakt zu einer neuen Reihe und ich kann ihn allen empfehlen, die Harry Potter, Percy Jackson und generell Bücher über Kinder mit übernatürlichen Gaben mögen. Ist auch für Erwachsene gut zu lesen, aber meiner Meinung nach doch vorwiegend für Kinder geeignet, da man als Erwachsener etwas zu viel voraussieht und die Spannung darunter leidet.

Von mir gibt's 3 Sterne!

★★★☆☆





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