Montag, 14. Oktober 2013

Rezension: Erben der Nacht - Oscuri

Da ich das Buch bei Amazon vorbestellt hatte und es Samstag geliefert wurde, konnte ich es glücklicherweise schon zwei Tage vor dem offiziellen Erscheinungstermin lesen! :)


Titel: Die Erben der Nacht – Oscuri
Autorin: Ulrike Schweikert  
Genre: Fantasy, Jugendbuch  
Seitenzahl: ~ 450  
Verlag: cbt  

Inhalt:
Nach dem Abschluss der Akademie plätschert das Leben der jungen Vampire so vor sich hin und während die einen das Nichtstun genießen, sehnen die anderen sich nach Abenteuern, um der drückenden Langeweile zu entgehen. Jedoch lässt das Abenteuer nicht lange auf sich warten, als Clarissa in Venedig plötzlich spurlos verschwindet und der aufgelöste Luciano die Hilfe seiner Freunde Alisa und Leo dringend brauchen kann. Denn offenbar haben sie es mit einem ganz raffinierten Gegner zu tun; den Oscuri, die seltsame Fähigkeiten haben und ihnen immer wieder entwischen, sodass in Venedig auf der Suche nach Clarissa ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel beginnt, indem nicht immer ganz klar ist, wer der Jäger und wer der Gejagte ist...  




Meinung:
Mit Spannung habe ich zwei Jahre auf diesen Band der Reihe um die jungen Vampire gewartet und wurde nicht enttäuscht! Die Covergestaltung orientiert sich bei diesem 6. Band der Reihe an den vorherigen Bänden und gefällt mir daher wieder ausgesprochen gut.

Der Schreibstil der Autorin ist wie schon in den andern Bänden eher ausführlich und detailgenau, da Ulrike Schweikert viel Wert auf historisch akkurat erzählte Geschichten legt. Dies ist auch ihre Stärke, jedoch ist es für mich nach wie vor immer ein wenig gewöhnungsbedürftig, sobald ich eines ihrer Bücher anfange. Ich bevorzuge sonst Bücher, die weniger ausführliche Beschreibungen von Umgebung und Architektur beinhalten. Für alle denen es ähnlich geht: Nach einigen Seiten fällt dies aber kaum noch auf und man kann die Handlung in vollen Zügen genießen. ;)

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und steigert sich zum Ende hin, sobald die Handlungsfäden nach und nach zusammen laufen. Mir gefielen die Oscuri als Gegner der Vampire sehr gut, da mit ihnen ein neues Element eingeführt wurde (ich will hier nicht zu viel verraten, aber sie sind doch sehr anders als die Gegner der bisherigen Bände). Auch das die Vampire ihre Fähigkeiten gegen die Oscuri nicht so wie gewohnt einsetzen und sich so nicht auf sie verlassen konnten, war eine interessante Herangehensweise und sorgte für Spannung, weil die Vampire gezwungen waren umzudenken.

Zudem gefiel mir sehr gut, dass die bisherige Gruppe der Freunde um zwei neue Mitglieder aufgestockt wird, die man – zumindest was eine Person betrifft – so nicht erwartet hätte. Das sorgt für tolle Momente und vor allem lernt man so diese Figuren näher kennen, da sie in diesem Band ihre Nebenrolle verlassen und zu Hauptakteuren werden.

Natürlich werden Alisa, Leo, Luciano und Clarissa nicht vernachlässigt. Clarissa wurde mir sogar in diesem Band erstmals sympathischer und besonders Leo/Alisa, die von Anfang an mein Lieblingspaar waren, haben eine schöne Dynamik entwickelt und einige tolle Szenen zusammen! Insgesamt ist auch die Gruppendynamik hier erstmals anders, da bisherige Musterschüler das ein oder andere Mal versagen und Fehler machen, während andere glänzen, die sich sonst eher im Hintergrund hielten und mit ihren Fähigkeiten nicht so herausragten. Diese Entwicklung ist besonders schön zu lesen, zeigt sie doch, dass die Autorin ihre Figuren sich weiterentwickeln lässt und es in der Hinsicht nicht zum Stillstand kommt.  

Fazit:
Mir gefiel Oscuri insgesamt sehr gut. Das Wiedersehen mit den liebgewonnenen Figuren und ihre Entwicklung weiter zu verfolgen war schön und auch die neuen Mitglieder der Kerngruppe waren mir jeder auf seine Weise sympathisch und ich freue mich darauf in weiteren Bänden noch mehr über sie zu erfahren. Womit ich schon bei einem wichtigen Punkt wäre: Der Epilog lässt darauf schließen, dass es zumindest noch einen 7. Band geben wird, indem die Erben wieder ein Abenteuer in einem anderen Land bestehen müssen. Darauf freue ich mich schon, denn abgesehen von der geringen Seitenzahl (nur Band 1 - Nosferas - war dünner!), habe ich nichts zu bemängeln und empfehle Oscuri gerne weiter!


Bewertung: ★★★★★


Cover mit freundlicher Genehmigung vom cbt Verlag!
 

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