Freitag, 25. Oktober 2013

Rezension: Und weg bist du

Titel: Und weg bist du  
Originaltitel: The Vanishing Game  
Autorin: Kate Kae Myers  
Genre: Jugend Mystery Thriller  
Verlag: Carlsen  
Seitenzahl: ~393

Inhalt
Überraschend erhält die 17-jährige Jocey wenige Wochen nach dem Unfalltod ihres Zwillingsbruders Jack einen Brief von ihm. Ein darin enthaltener Hinweis macht klar, dass er nur von Jack stammen kann, denn nur sie beide und ihr Freund Noah aus Kindertagen wussten davon – hat er also seinen Tod nur vorgetäuscht? Und wenn ja, warum? Jocey macht sich auf die Suche nach Antworten und folgt dabei den Hinweisen, die im Brief versteckt sind. Dabei wird sie mehr und mehr mit ihrer Vergangenheit im Pflegeheim konfrontiert. Aber wie hängt das mit Jacks Verschwinden zusammen und was hat Noah damit zu tun? Jocey setzt alles daran es heraus zu finden, selbst als sie und Noah immer öfter von unheimlichen Leuten verfolgt werden, die ihre ganz eigenen Ziele zu verfolgen scheinen.  



Meinung
Der Klappentext hielt, was er verspricht. „Und weg bist du“ ist spannende Unterhaltung. Die Autorin schreibt in einem eher sachlichen, angenehmen Stil und die Handlung wird teils durch Rückblenden und teils durch das Geschehen heute erzählt. Wirklich gelungen ist dabei der Einsatz der Hinweise, die auch für den Leser mit abgedruckt wurden, sodass man selber mit rätseln kann.

Es fällt mir schwer etwas zur Handlung zu schreiben, weil ich nichts vorweg nehmen möchte, dass die Spannung beeinträchtigen könnte. Jocey war mir sofort sympathisch. Sie hat ihre Ängste und zeigt auch mal Schwäche, aber dennoch lässt sie sich niemals davon abhalten weiter nach Jack zu suchen und heraus zu finden, was mit ihm passiert ist und was ihn dazu bewegt ihr diese Hinweise zu schicken. Noah steht ihr dabei zunächst nur widerwillig zur Seite, wird aber immer mehr in die Situation verwickelt.

Es passiert eigentlich ständig etwas und die Spannung reißt nicht ab. Zudem überrascht die Autorin immer wieder mit Enthüllungen, die man so nie vermutet hätte – ich zumindest nicht. Es hat mich nur wenige Stunden gekostet und ich war mit dem Buch fertig, denn einmal angefangen konnte ich nicht wieder aufhören, bevor ich nicht wusste wie es ausgeht.

Ich fand es überhaupt nicht vorhersehbar und ich kann nur soviel sagen: Das Ende, bzw. die Wendung am Ende, habe ich nicht mal ansatzweise kommen sehen! Komischerweise löste das bei mir eine Mischung aus Freude und ganz leichter Enttäuschung aus. Nicht, weil ich das Ende schlecht fand, sondern weil es sich im Hinblick auf eine liebgewonnene Figur so entwickelt, wie man es nie erwartet hätte. Große Klasse von der Autorin, dass sie es schafft einen zufrieden zurückzulassen, aber auch ein wenig Bedauern auslöst. Vor allem aber denke ich, dass es interessant sein wird das Buch nochmal zu lesen und nach Hinweisen zu suchen, die mir vorher entgangen sind, die aber auf die Auflösung am Ende hindeuten.

Fazit
Alles in allem kann ich daher nur sagen: Lesen! Ein wirklich toller Jugendthriller, der viele Wendungen und Enthüllungen parat hält, die man nicht erwartet und durchweg spannend ist. Bis zum überraschenden Finale. Wer mit dem Genre etwas anfangen kann, kann hier sicher nicht allzu viel falsch machen.

 Bewertung: ★★★★★


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