Montag, 17. Februar 2014

Rezension: Ich bin Tess

Titel: Ichbin Tess
Originaltitel: Kiss me first
Autorin: Lottie Moggach
Genre: Jugend Mystery Thriller
Verlag: script5
Seitenzahl: ~352


Inhalt
Was würdest du tun, wenn dich jemand bittet dein Leben aufzugeben, um ein anderes zu führen? Wenn eine kranke Person aus dem Leben scheiden möchte, ohne Familie und Freunden einen plötzlichen Selbstmord zuzumuten und du ihr helfen könntest, indem du dich als sie ausgibst. Diese Frage stellt sich Leila, als man ihr vorschlägt Tess Leben zu übernehmen und ihr so zu helfen.


Meinung
Ersteinmal gefiel mir die Aufmachung, bzw. das Coverdesign sehr gut und auch die Thematik der „gestohlenen Identität“ im Zeitalter von Internet und Facebook, fand ich gleich ansprechend.


Es ist nicht ganz leicht über das Buch eine Meinung zu verfassen ohne zu viel vorweg zu nehmen. Hinzu kommt noch, dass mir die Bewertung des Buchs allgemein schwer fiel.

Leila ist einsam und verbringt viel Zeit im Internet. Dort landet sie irgendwann in einem Forum, das philosophische Themen diskutiert und fängt an sich daran zu beteiligen. Nach und nach wird sie zum geschätzten Mitglied und trifft sogar den Besitzer des Forums persönlich. So gerät sie dann schließlich auch an Tess und beschließt ihr zu helfen, weil sie es für ihre moralische Pflicht hält.

Weder Leila noch Tess waren sehr sympathische Figuren, aber das störte mich hier nicht so sehr wie in anderen Büchern. Der Schreibstil war (bewusst?) sehr monoton, geradezu distanziert. Dies mag von der Autorin so gewählt sein, um zu verdeutlichen, wie viel Distanz man durch den bloßen Kontakt via Internet zu der anderen Person hat, sodass man sie überhaupt nicht richtig kennen kann. Aber hier kann ich nur vermuten. Hinzu kam eine Flut von Fakten, die ununterbrochen auf einen einprasselten. Die Zeitsprünge, in der die Handlung aus Leilas Sicht erzählt wird, machten es nicht leichter und ich kann nicht behaupten, dass ich das Buch verschlungen habe.

Dennoch habe ich es an einem Stück durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles auflöst. Trotzdem wurde keine richtige Spannung erzeugt, eher ein Gefühl von: Ich will wissen, ob Tess es wirklich getan hat. Leider war die Auflösung am Ende in dieser Hinsicht unbefriedigend – zumindest aus meiner Sicht.

Fazit
Ich kann nicht sagen, dass das Buch schlecht war und möchte auch niemandem vom Kauf abraten. Aber für mich hat es nicht funktioniert, ich würde es nicht nochmal lesen und kann nicht behaupten, dass ich die Handlung sehr mitreißend fand. „Ich bin Tess“ lässt mich (vielleicht durch die Autorin beabsichtigt) etwas verwirrt zurück. Man kann keinen Bezug zu den Figuren aufbauen und wird hauptsächlich von seiner Neugier angetrieben weiter zu lesen. Dennoch waren die endlosen Fakten etwas anstrengend und teils langatmig. Ich denke entweder man mag es oder nicht. In meinem Fall war es eher nichts für mich und ich gebe 2 1/2 Sterne.


Bewertung: ★★☆☆☆


1 Kommentar:

  1. Cooles Buch ! Vor allem für mich witzig . Schließlich heiße ich Tess ; ) .

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