Donnerstag, 5. Juni 2014

Rezension: Just Kids / Patti Smith


















Titel: Just Kids
Autor: Patti Smith
Genre: Biografie/Erinnerungen
Verlag: Bloomsbury
Seitenzahl: ~304
Sprache: Englisch

Auf Deutsch unter dem selben Titel erschienen bei Kiepenheuer&Witsch und Fischer Verlag.

Inhalt
Das Buch handelt von Sängerin, Künstlerin und Poetin Patti Smith und dem Künstler und Fotografen Robert Mapplethorpe. In den späten 60ern lernten sie sich in New York kennen als sie „Just Kids“ waren und arbeiteten fortan, allen Widrigkeiten zum trotz, daran zu angesehenen Künstlern zu werden. Die beiden verband dabei eine tiefe Freundschaft und zeitweise waren sie auch ein Liebespaar. Patti Smith verprach ihrem Freund und Seelenverwandten Robert einst dieses Buch zu schreiben und erzählt darin ihrer beider Geschichte und Werdegang in den 60ern und 70ern.


Meinung
Wie das so ist, wenn man im Internet stöbert, kann man oft im Nachhinein nur schwer zurückverfolgen, wie man bestimmte Dinge entdeckt hat. So geht es mir mit diesem Buch.

Der Name Patti Smith war mir kein Begriff, lediglich beim Namen Robert Mapplethorpe klingelte etwas bei mir, weil ich während des Studiums mit seinen fotografischen Werken in Berührung gekommen war. Der Inhalt (und zahlreiche positive Meinungen) machten mich neugierig und das Buch landete im Warenkorb. Den Kauf habe ich nicht bereut. 
 
Patti Smith hat hier ein unheimlich ehrliches, teils auch schonungsloses, Buch geschrieben, in dem sie die 60er und 70er wieder aufleben lässt. Aus ihrer Sicht verfasst, erhält man als Leser einen sehr tiefen Einblick in ihr Leben, die Schwierigkeiten, die im Alltag zu bewältigen waren und natürlich ihre Gefühlswelt. Ganz besonders sticht jedoch die Zuneigung zu ihrem Freund und Seelenverwandten Robert hervor, die in jeder Zeile zu spüren ist und ein Leben lang anhielt.

Die beiden lebten eine Weile buchstäblich als hungernde, obdachlose Künstler auf den Straßen New Yorks und schufen sich nach und nach ihre eigene Welt, in der sie mit wenig auskamen und sich gegenseitig bei ihrer Arbeit als Künstler unterstützten und motivierten. Begegnungen mit zahlreichen berühmten Persönlichkeiten, die uns heute ein Begriff sind, wie z.B. Jimi Hendrix, blieben nicht aus und Pattis Gedanken zu den einzelnen Personen, erschaffen ein ganz neues Bild von diesen Menschen.

Es ist ein sehr persönliches Buch, schonungslos offen und oftmals sehr berührend. Mir hat es sehr gut gefallen und ich möchte es jedem ans Herz legen, der sich für die Zeit der 60er und 70er oder einen der beiden Künstler begeistern kann. Insbesondere, wenn man selbst Künstler/Designer ist, findet man viele Parallelen und fühlt sich oft den Personen sehr verbunden.

★★★★★


 

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