Donnerstag, 30. Oktober 2014

Rezension: Demon Eyes / Scott Tracey

Titel: Demon Eyes (2/3)
Autor: Scott Tracey
Genre: Fantasy, Paranormal, Young Adult
Verlag: Flux
Seitenzahl: ~ 395
Sprache: Englisch

Inhalt
Braden hat es geschafft Belle Dam von dem Dämon zu befreien, aber nicht ohne Nachwirkungen. Seine Freunde wenden sich von ihm ab, seine Beziehung zu Trey ist auf Eis gelegt und das Zusammenleben mit seinem Vater ist auch nicht gerade harmonisch. Noch dazu plagen ihn Schuldgefühle, Alpträume und schreckliche Visionen. Hinzu kommt die Fede zwischen der Lansing und der Thorpe Familie, die an einem neuen Höhepunkt angelangt scheint, junge Frauen verschwinden und am Ende ist es Braden, der den Preis zahlen muss...


Meinung
Demon Eyes ist der Nachfolger von Witch Eyes und vorletzter Band der Trilogie. Die Handlung setzt genau dort ein, wo sie in Band 1 aufhörte.

Braden ist gezeichnet von den Ereignissen. Was geschen ist, hat bei ihm tiefe Narben hinterlassen. Seine Freunde, die ihm eine Stütze sein könnten, wenden sich von ihm ab und der Junge den er liebt, stellt die Interessen seiner Familie über seine Gefühle zu Braden. Gepaart mit schrecklichen Visionen, von denen er nicht weiß ob sie echt sind, oder ein Hirngespinst, hervorgerufen von seinen Schuldgefühlen, geht es Braden alles andere als gut.

Dennoch zögert er nicht Nachforschungen anzustellen, als junge Frauen verschwinden und seine Visionen real zu werden drohen. Unterstützt wird er dabei von Außenseiter Drew, der mit seinen sarkastischen Kommentaren die düsteren Elemente der Handlung stets etwas aufzulockern weiß und zu meinen Lieblingsfiguren zählt.

Super dargestellt ist auch die Beziehung zu Trey (ganz im Stile von Romeo und Julia Romeo). Die Figuren handeln sehr realistisch, was beim Lesen für Momente sorgt, in denen man auf gute Weise etwas gefrustet ist. Trey ist seiner Familie gegenüber loyal, trotz seiner Gefühle für Braden. Das gefällt mir insofern gut, da ich in vielen anderen Jugendbüchern nicht leiden kann, dass die Figuren allzu oft jegliche Verantwortung/Verpflichtung der Familie/Freunden gegenüber vernachlässigen, sobald sie sich verlieben. Was in meinen Augen sehr unrealistisch - um nicht zu sagen "bescheuert" - ist.

Trotzdem hat mich Treys Sprunghaftigkeit etwas genervt, weil Braden das nicht verdient hatte. Mal war er heiß, dann kalt. Aber auch hier schreibt Tracey seine Figuren sehr realistisch, denn anstatt sich das gefallen zu lassen, sagt Braden an einem gewissen Punkt, dass es ihm reicht und das Trey endlich endscheiden müsse, was er will. Ein großes Lob an den Autor hierfür!

Insgesamt schien mir Demon Eyes von Schreibstil und Tempo her deutlich ausgewogener als Witch Eyes und es passiert eigentlich ständig etwas, sodass keine Längen entstehen.

Einzig vermisst habe ich in gewisser Weise Jason Thorpe und Treys Mutter, das Oberhaupt der Lansings. Beide werden als enorm mächtig geschildert, aber gerade Jason Thorpe hat davon bisher noch nichts gezeigt (zeigen können) und auch Treys Mutter hebt sich bisher eher durch ihre manipulative Ader hervor, als durch ihre großen magischen Kräfte, selbst wenn sie in diesem Band mal zum Einsatz kommen. Da hätte ich mir doch evtl. das ein oder andere magische Kräftemessen gewünscht...es wirkt alles immer sehr politisch und wie Ränkespiele am Hofe.


Fazit
Insgesamt ein sehr fesselnder 2. Band, mit schöner Entwicklung der Figuren, insbesondere Braden und wie er für sich einsteht. Der Schreibstil ist flüssig und man verliert trotz der stark verwobenen Handlungsfäden nie den Überblick. Von mir gibt's 4 Sterne.

★★★★☆









Keine Kommentare

Kommentar veröffentlichen