Mittwoch, 7. Januar 2015

Rezension: The Song of Achilles / Madeline Miller

Titel: The Song of Achilles
dt. Titel: Das Lied des Achill
Autorin: Madeline Miller
Genre: Fantasy, Romance, Historienroman
Verlag: Bloomsbury
Seitezahl: 352
Sprache: Englisch

Inhalt
Griechenland im Zeitalter der Helden: Der junge Prinz Patroklus wird in Schande ins Exil geschickt und kommt so an den Hof des Königs Peleus und dessen perfekten Sohn Achilles. Trotz ihrer Unterschiede freundet sich Achilles mit Patroklus an und die beiden wachsen zu jungen Männern heran, geschult in der Kunst des Krieges und der Medizin. Auch ihre Freundschaft vertieft sich, sehr zum Ärgernis von Achilles grausamer Mutter, der Seegöttin Thetis, welche die Liebenden unbedingt trennen möchte. Doch dann wird Helen von Sparta entführt und Achilles ist verpflichtet im Krieg in Troja seine Bestimmung zu erfüllen. Hin- und hergerissen zwischen seiner Liebe und seiner Angst, begleitet Patroklus ihn. Was folgt sind lange Jahre, in denen sie immer wieder auf die Probe gestellt werden...


Meinung
"The Song of Achilles" ist wieder eines dieser Bücher, über das ich völlig unerwartet in den Weiten des Internets gestolpert bin und es unbedingt haben musste, sobald ich die Inhaltsangabe gelesen hatte.

Die Autorin, Madeline Miller, lehrt Latein und Altgriechisch an einer Universität und hätte damit wohl kaum bessere Voraussetzungen haben können diese Geschichte zu erzählen. Das tut sie auf sehr klare, flüssige Weise, sodass es schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen. Im Vergleich mit anderen Büchern des Genres, die sich häufig in historischen Details verlieren und dadurch oft eher trocken werden, ist Millers Erzählstil stets leicht und bleibt spannend.

Die Handlung wird aus Patroklus Sicht erzählt, der hier zu Achilles Liebhaber wird und der Schwerpunkt liegt ganz klar auf der Charakterzeichnung und der Gefühlswelt und Interaktion der Figuren, insbesondere natürlich Patroklus und Achilles. Man ist sofort drin in der Geschichte und der Zeit der Helden Griechenlands, in der es ganz normal scheint, dass Zentauren und Götter unter den Menschen wandeln.

Die langsame Annährung Patroklus und Achilles, sowie die Entwicklung ihrer Liebe zueinander ist sehr schön eingeflochten und es gibt zahlreiche berührende Momente, doch es driftet zu keiner Zeit in Kitsch ab.

Das Ende ist der beste Beweis künstlerischer Freiheit, passte in meinen Augen aber perfekt zur gesamten Atmosphäre und Handlung, sodass ich zufrieden war.

Fazit
Die Geschichte um Patroklus und Achilles dürfte für alle empfehlenswert sein, die den griechischen Heldensagen und der Mythologie zugetan sind und für alle, die eine tragisch-schöne Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund lesen möchten. Mir hat das Buch sehr gefallen und wird sicher nochmal gelesen, daher von mir 5 Sterne!

★★★★★


Kommentare:

  1. Huhu,

    ich habe das Buch auch vor einiger Zeit gelesen und kann mich deiner Meinung da nur anschließen. Wirklich eine etwas andere, aber sehr berührende Geschichte.

    LG Puppette

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    1. Huhu,

      schön zu wissen, dass es noch jemandem so ging wie mir. :)
      Sonst habe ich mit historisch angehauchten Romanen oft Pech, aber dieser hier war wirklich schön!

      LG
      Svenja

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