Samstag, 31. Januar 2015

Rezension: Wen der Wind liebt - Elementar 1 / Diana Dettmann

Titel: Elementar - Wen der Wind liebt (1/3)
Autorin: Diana Dettmann
Genre: Liebe, Fantasy
Verlag: Selfpublished
Seitenzahl: ~ 388
Sprache: Deutsch

Inhalt
Nach der Trennung ihrer Eltern bricht Eva ihr Studium ab, um für ihre Mutter da zu sein und zieht mit ihr zu ihrer Großmutter in ein baufälliges Haus. In dem Örtchen ist nicht gerade viel los und sie findet zwar einen Job, aber besonders spannend ist der auch nicht. Aber dann ist da ja auch noch Victor, der irgendwie seltsam ist und etwas zu verbergen scheint. Er bringt Eva ganz durcheinander und woher kam der heftige elektrische Schlag, den er ihr verpasst hat?


Meinung
Angelockt wurde ich von dem schön gestalteten Cover und den vielen positiven Meinungen, daher zögerte ich nicht, als das ebook bei Amazon gratis zu haben war.

Da ich das Buch nicht komplett gelesen habe, hier nur eine Rezension, die begründet, warum ich das Buch abgebrochen habe und keine Bewertung des kompletten Buchs.

Band 1 von Elementar konnte mich leider nicht überzeugen. Genau genommen bin ich nicht über 18% des ebooks hinausgekommen - ich konnte einfach nicht mehr weiterlesen, denn irgendwann saß ich tatsächlich mit gequält verzogenem Gesicht da und wunderte mich, wie denn all die 5-Sterne-Bewertungen zustande gekommen sein konnten.

Die Figuren bleiben seltsam farblos. Eva ist schüchtern (ist ja kein Problem), aber leider auch ziemlich weinerlich und aus meiner Sicht charakterlich lahm. Victor...tja, Victor war einfach da und Eva war sofort hingerissen, aber gespürt habe ich das nicht. Ich war nicht wirklich von Victor fasziniert. In den Dialogen wird auffällig viel gestottert und gezögert, es fehlt der Schwung, das Mitreißende.

Auch die Handlung kommt einfach nicht recht in Fahrt. Ein ständiges Vor und Zurück zwischen Eva und Victor. Sie wollen sich näher kommen, aber Victor darf sie ja nicht in Gefahr bringen, aber er will ja so gerne mit ihr zusammen sein, aber er will ihr nicht weh tun usw. Mir waren die Figuren und ihre Geschichte letztlich leider völlig egal.

Dann waren da stilistisch noch ein paar Punkte, die mir das Lesen erschwert haben. Ständig, in wirklich beinahe jedem Dialog (oder zumindest empfand ich es aufgrund der Häufigkeit irgendwann so), wurden die 3 Pünktchen "..." verwendet. Immer und immer wieder. Das irritierte mich und brachte mich beim Lesen ins Stocken. Der zweite Kritikpunkt sind die Wortwiederholungen. Insbesondere das Wort "lächeln" wurde einfach zu viel benutzt. Mal lächelt die Person leicht, dann sanft, traurig, gequält. Als hätten die Figuren keinen anderen Gesichtsausdruck als jegliche Variation des Lächelns. Das weckte in mir Frust und irgendwann kam ich einfach nicht mehr weiter.

Einen großen Pluspunkt gebe ich für die Idee. Ein Elementarwesen ist mal etwas völlig anderes, als die Wesen der meisten, gängigen Fantasygeschichten. Aber man erfährt nur schleppend etwas darüber und dann nur in kurzen Szenen. Die wiederum halten nicht lange vor und es folgt einfach nichts nach. Keine neue Info zu Victor und seiner Herkunft und seinen Fähigkeiten. Ich bin mir sicher in späteren Kapiteln wäre dazu noch mehr gekommen, aber leider war es insgesamt zu langatmig und nicht spannend genug, um mich zu bewegen bis dahin zu lesen.

Fazit
Für mich persönlich war es absolut nichts. Ich kann mir aber vorstellen, dass es für jüngere Leser im Teenageralter durchaus ansprechend ist. Ältere Vielleser wie ich können dem vermutlich deutlich weniger abgewinnen auch wenn die Idee originell ist. Die Umsetzung ist in meinen Augen leider zu schwach, um mich zu begeistern. Daher von mir nur 1 Stern.

★☆☆☆☆

Kommentare:

  1. Schade daß aus der guten Idee (Elementarwesenwas soll das sein ) anscheinend nicht mehr als eine etwas langweilige konventionelle Liebesstory entstanden ist,so habe ich dich jedenfalls verstanden.Leider reicht eine gute Grundidee nicht,um ein ganzes Buch spannend zu machen.Und der Schreibstil ist nun mal auch sehr wichtig.Also,das Buch werde ich nicht lesen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey,
      ja, ich fühlte mich fast etwas schlecht so viel Kritik zu üben, aber für mich wirkte es einfach nicht ganz rund und die guten Meinungen anderer konnte ich leider nicht nachvollziehen. Ich glaube es hängt vielleicht mit der Unerfahrenheit der Autorin zusammen. Die Idee war klasse, Victor als Elementarwesen, das nicht nur den Wind beherrscht, sondern selbst zum Wind werden kann, fand ich toll. Leider lief das (zumindest soweit ich gelesen habe) immer sehr im Hintergrund ab und es dauerte mir zu lange, dass sich in der Richtung mal was entwickelte. Wirklich schade!

      LG
      Svenja

      Löschen
  2. Ohje, schade.
    Das Buch hab ich auf meiner Wunschliste und bin nun nicht mehe sicher, ob ich es noch will.
    Vielleicht gebe ich dem mal eine Chance. Irgendwann.
    Danke für die Rezension! :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey,
      ja, ich fand's auch sehr schade. Aber da die Meinungen dazu so unterschiedlich sind, probier es ruhig mal aus. Am besten, wenn es nochmal gratis erhältlich ist. ;)

      Gerne!

      LG
      Svenja

      Löschen