Samstag, 18. April 2015

Rezension: Phantom Eyes / Scott Tracey

Titel: Phantom Eyes (3/3)
Autor: Scott Tracey
Genre: YA, Fantasy, Romance
Verlag: Flux
Seitenzahl: ~ 401
Sprache: Englisch

Rezension zu Band 2 hier!
Inhaltsangabe und Rezension kann Spoiler für frühere Bände enthalten, bitte nur klicken, wenn das nicht stört!


Inhalt
Um die Fehde in Bell Dam endgültig zu beenden, muss Braden alles auf eine Karte setzen und das, obwohl er nach dem letzten Kampf das Wichtigste eingebüßt hat: Seine Kräfte. Schwächer als je zu vor muss er Catherine Lansing und ihrer Macht aus dem Weg gehen, seinen Vater auf Abstand halten und einen Geist hereinlegen, um zurückzugewinnen was ihm gestohlen wurde und allem ein Ende zu setzen. Seine Freunde würde er da am liebsten 'raushalten, aber die lassen sich nicht so einfach abschütteln...

Meinung
Im finalen Band der Trilogie geht es für Braden um alles. Jetzt wo er seine Witch Eyes nicht mehr hat, fühlt er sich hilflos, obwohl er sich lange gewünscht hat sie los zu sein. Ausgerechnet dann, wenn er sie am meisten braucht. Aber er wäre nicht Braden, wenn ihn das davon abhalten würde nach einem Weg zu suchen, der die Fehde zwischen Lansings und Thorpes endlich beenden könnte. Ein uralter Geist und ein paar Dämonen werden ihn davon nicht abhalten.

Auch in diesem Band passiert unheimlich viel und man hat als Leser, ebenso wie Braden, kaum einmal Zeit um Luft zu holen. Es war nicht immer ganz einfach hinter die Pläne und Verstrickungen zu blicken, mit denen Braden zu tun hat und die Seiten flogen nur so dahin. Seltsamerweise schafft es der Autor in jedem Band mich einerseits so zu fesseln, dass ich nicht aufhören kann und mich andererseits so zu verwirren, dass ich nicht sicher bin, ob ich alles mitbekommen habe, was gerade vor sich geht. Bei anderen Autoren hätte ich mit dieser Art Aufbau vielleicht Probleme, hier funktioniert es irgendwie.

Im Hinblick auf die gesamte Trilogie gefällt mir besonders die Entwicklung, die Braden durchmacht. In jedem Band kann er für sich eine kleine Lehre ziehen und an den Ereignissen, seinen Handlungen und deren Konsequenzen, wachsen.

Leider bringt mich das gleich zu meinem Kritikpunkt: Der Autor vernachlässigt die Nebenfiguren etwas. Teilweise war es mir sogar etwas zu viel Braden, da ich von den anderen Figuren mehr wissen wollte, man diesbezüglich aber stets etwas in der Luft hängen gelassen wird.

Es gibt zahlreiche, interessante Nebenfiguren, aber der Autor kratzt nur an der Oberfläche. Sie sind da, sie haben Potenzial, aber viel mehr kommt nicht, vor allem was ihre Entwicklung betrifft. So bleiben sie fast etwas eindimensional und gerade bei Figuren wie Trey, seiner Schwester Jade und auch Drew ist das etwas frustrierend, da sie schließlich ständig um Braden herum sind. Auch bei Jason, Bradens Vater, hat mich gestört, dass man nach wie vor so wenig über ihn und seine Motive erfährt, obwohl man in diesem Band schon deutlich mehr Informationen erhält.

Und trotz der guten Auflösung am Schluss, bleiben einige lose Enden. Was ist zum Beispiel mit Jade? Ich will hier nicht spoilern, aber als Leser bleibt man mit allerhand Andeutungen zurück und mich stört, dass wir am Ende nicht sehen/erfahren, dass sie zumindest mit Drew mal darüber gesprochen hat, da es ihn betrifft. Hier wurde irgendwie um die Angelegenheit herumgeschlichen und bei mir der Anschein erweckt die Sache wurde vom Autor nur als notwendiges Element eingesetzt, um ein Logikloch zu vermeiden.


Fazit
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich auch dieser Band wunderbar unterhalten und mitgerissen hat, auch wenn er seine Schwächen hatte. Ich hätte mir gewünscht der Autor hätte dem Leser hier und da noch etwas mehr Einblick gewährt und Figuren mehr ausgebaut, aber ansonsten kann ich nicht klagen. Es war durchweg spannend, nicht vorhersehbar und wartet mit einem tollen Endkampf und einem zufriedenstellenden Ende auf. Von mir gibt's daher schwache 4 Sterne.

★★★★☆


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