Donnerstag, 11. Februar 2016

Rezension: Assassin's Heart / Sarah Ahiers

Titel: Assassin's Heart
Autorin: Sarah Ahiers
Genre: Fantasy, Young Adult, Romance
Verlag: Harper Teen
Seitenzahl: ~ 420
Sprache: Englisch

Inhalt
Oleander "Lea" Saldana ist Mitglied von einer der neun verfeindeten Assassinen-Familien in Ravenna. Im Auftrag der Göttin Safraella erledigt sie Auftragsmorde, vom König unterstützt und vom Volk gleichermaßen respektiert und gefürchtet. Was niemand wissen darf: Sie hat heimlich eine Beziehung zu Val,  Mitglied bei den Erzfeinden der Saldanas. Doch dann ändert sich alles, als ihre gesamte Familie ausgelöscht wird und alle Beweise auf einen bestimmten Täter hindeuten. Verraten schwört Lea bittere Rache...


Meinung
Als Freundin von Assassinen-Geschichten habe ich mir Assassin's Heart gleich vorbestellt, nachdem ich darauf aufmerksam wurde. Hier könnt ihr nun nachlesen, wie mir das Buch gefallen hat.

Sarah Ahiers hat einen sehr angenehm flüssigen Schreibstil, daher fiel mir der Einstieg in die Geschichte leicht. Die Autorin baut mit jeder Seite die Welt in der die Handlung spielt langsam auf, sodass man nie mit zu vielen Details überhäuft wird.

Entgegen dem, was der Klappentext vermittelt, handelt es sich hier aber nicht um eine klassische Romeo-und-Julia-Geschichte, auch wenn es zunächst so scheint. Mir persönlich gefiel das sehr gut, weil ich es sonst zu langweilig und vorhersehbar gefunden hätte, aber die Angabe ist etwas irreführend und könnte auch zu Enttäuschung führen.

Obwohl die Seiten nur so dahinflogen, war ich lange nicht sicher, ob mir die Geschichte wirklich gefällt. Ich hatte Probleme mit dem System der von jedem gebilligten Auftragsmorde im Namen eines Gottes. Die Erklärung der Autorin, dass jeder, der von den 9 Familien in den Tod geschickt wird, von der Göttin die Gewissheit einer Wiedergeburt erhält und Menschen, die nicht im Namen der Göttin umgebracht werden als Geister umherstreifen, war für mich einfach nicht schlüssig... Es fällt mir hier auch schwer zu erklären wie dieses System genau funktioniert, weil es - wie schon gesagt - aus meiner Sicht etwas schwach, bzw. nicht sehr glaubhaft ausgedacht ist.

Zum Ende hin wurde dahingehend aber vieles klarer und nachvollziehbarer, wenn ich auch nicht gänzlich überzeugt wurde. Davon abgesehen gefiel mir das Buch und Leas Weg der Vergeltung sehr gut. Anfangs ist Leas Verhalten noch sehr von den Regeln der Familie Saldana als Anhänger der Göttin Safraella geprägt, aber nach und nach legt sie dieses teils engstirnige Verhalten ab und entwickelt sich charakterlich weiter.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte (kein Liebesdreieck!), aber nicht die, die man erwartet. Und dieser Teil der Handlung nimmt nicht allzu viel Raum ein, sondern wird eher leise nebenher erzählt, was mir sehr gut gefiel.

Fazit
Das Buch kommt zu einem guten und zufriedenstellenden Abschluss, das Ende wird aber etwas offen gehalten. Einer kurzen Nachforschung zufolge ist die Reihe als Zweiteiler angelegt. Für mich funktioniert das Buch prima als Einzelband, aber eine Fortsetzung würde ich sicher lesen, um zu erfahren, wie es mit den Figuren weitergeht. Eine Weile war ich nicht sicher, ob ich Assassin's Heart mehr als 3 Sterne geben könnte, aber das actionreiche und spannende Ende kombiniert mit Leas positiver Entwicklung hat mich dann doch die Bewertung noch etwas anheben lassen.

★★★★☆

Kommentare:

  1. Hallo Svenja! :)
    Ich bin auch absoluter Fan von Assassinen-Büchern. Das Cover ist wirklich sehr schön, aber mich schreckt irgendwie das Ding mit den Göttern und dem verwirrenden, nicht schlüssigem System ab. Ich behalte das Buch mal im Hinterkopf.

    Schöne Rezension, ich bleibe als Leser! O:)


    Liebe Grüße,
    Marius von booknator

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    1. Hallo Marius,
      zum Ende hin konnte ich das System der Götterverehrung etwas besser nachvollziehen. Aber anfangs dachte ich immer: Warum ist das für alle so normal Leute umzubringen und umbringen zu lassen? Und alles nur für einen Gott und unabhängig davon, ob die Person es verdient hatte oder nicht...

      Eigentlich kann hier jeder einen Mord beauftragen, der genug Geld hat, nur weil er jemand anderen nicht leiden kann und schwupps, wird das einfach so erledigt, weil es ja so toll ist von der Göttin die Wiedergeburt geschenkt zu bekommen.

      Naja, wie schon gesagt, zum Ende war es für mich nachvollziehbarer, also ist es ja vielleicht für dich auch einen Versuch wert. ;)

      Danke, freut mich! :)

      LG
      Svenja

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