Mittwoch, 2. März 2016

Rezension: Flavia de Luce - Eine Leiche wirbelt Staub auf

Titel: Flavia de Luce - Eine Leiche wirbelt Staub auf (7/?)
Originaltitel: As Chimney Sweepers Come to Dust
Autor: Alan Bradley
Genre: Krimi, All Age, Young Adult
Verlag: Penhaligon
Seitenzahl: ~ 409

Folgende Bände sind in der Reihe schon erschienen:

1. Mord im Gurkenbeet
2. Mord ist kein Kinderspiel
3. Halunken, Tod und Teufel
4. Vorhang auf für eine Leiche
5. Schlussakkord für einen Mord
6. Tote Vögel singen nicht




Inhalt
Verbannt nach Kanada, ist Flavia alles andere als begeistert dort Schülerin in Miss Bodycotes Höherer Mädchenschule zu werden. Und sie ist noch keinen Tag im Internat, da taucht auch schon die erste Leiche auf. Noch dazu in ihrem Zimmer. Was könnte besser sein, um sich von ihrer Verbannung abzulenken, als Nachforschungen anzustellen? Schon ist Flavia ganz in ihrem Element, doch die anderen Schülerinnen sind nicht gerade gesprächig und ein Rätsel folgt auf das nächste. Aber warum Flavia wirklich dort ist, muss sich erst noch zeigen...

Meinung
Nach dem letzten Band, der für mich bisher der Beste war und viele Enthüllungen bereit hielt, war ich sehr gespannt wie es nun mit der kleinen Giftmischerin in Eine Leiche wirbelt Staub auf weitergehen würde.

Flavia ist inzwischen 12 Jahre alt und wird auf das Internat in Kanada geschickt, das auch ihre Mutter einst besuchte. Besonders begeistert ist sie davon nicht. Sie fühlt sich wie eine Verstoßene, die jeder am liebsten schnell vergessen würde und möchte am liebsten wieder zurück nach England. Die Leiche kommt da gerade recht und schon ermittelt Flavia in gewohnter Manier drauflos.

Dabei merkt man meiner Meinung nach, dass Flavia nicht ganz auf der Höhe ist. Man hat ihr den Boden unter den Füßen weggerissen und sie kämpft mit Heimweh. So sind auch ihre Ermittlungen teilweise holpriger als man es von ihr kennt. Aber Flavia wäre ja nicht Flavia wenn sie nicht trotzdem aufklären könnte was es mit der Leiche auf sich hat.

Das Internat als Schauplatz, sowie die anderen Schülerinnen, mit denen Flavia sich auseinandersetzen muss, gefielen mir gut. Gelegentlich fühlte ich mich etwas an St. Trinian's von Ronald Searle erinnert, dessen gesammelte Comics über die frechen Internatsschülerinnen auch bei mir im Regal stehen. ;)

Außerdem hatte ich schon immer eine kleine (vermutlich romantisierte) Schwäche für Internats-Geschichten. Alan Bradley schreibt gewohnt flüssig, aber ähnlich wie Flavia muss man sich in diesem Band erst wieder neu orientieren. Es tauchen zahlreiche neue Figuren auf, der Schauplatz ist ein anderer und Flavia ist aus verständlichen Gründen auch nicht ganz auf der Höhe... Das tut dem Genuss der Geschichte zwar keinen Abbruch, aber man merkt es schon ein wenig und der Mordfall zählt nicht unbedingt zu den spannendsten der Reihe.

Fazit
Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und war dann doch etwas überrascht über das Ende, auch wenn ich mich für Flavia gefreut habe. Ein wenig schade ist es aber trotzdem. Wer die Reihe so gerne liest wie ich, kann hier wieder getrost zugreifen und Flavia ein paar Stunden bei ihren Nachforschungen begleiten. Und wer die Reihe noch nicht kennt, sollte dringend mal einen Blick auf Band 1 werfen. ;)  Von mir gibt's 4 Sterne.

★★★★☆
 

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