Montag, 18. April 2016

Montagsfrage: Wenn du liest, stellst du dir dann bewusst alles vor oder passiert das eher automatisch? Oder liest du einfach ohne Kopfkino?

Die heutige Frage hat sich Dark Fairy von Dark Fairys Senf ausgedacht - vielen Dank dafür! :)

Bei mir passiert alles automatisch. Sobald ich lese, rufen die Worte Bilder hervor, die mein Kopfkino ausmachen. Es kommt aber auch vor, dass in meinem Kopf fast gar nichts visualisiert wird oder nur teilweise. Das scheint von der Geschichte (oder meiner Tagesform?) abhängig zu sein.

Was ich immer wieder feststelle ist, dass viele Figuren zwar in meinem Kopf bildlich entstehen, ich aber kein klar definiertes Gesicht erkennen kann. Das muss man sich in etwa so vorstellen, dass ich zwar eine Figur mit bestimmter Haarfarbe, Augenfarbe und Kleidung im Geiste vor mir sehe, aber Gesichtszüge bleiben aus. Nichts. Dazu müsste ich bewusster darüber nachdenken (was mich zu sehr ablenken würde) und selbst dann entsteht nicht immer ein eindeutiges Gesicht. Deshalb habe ich auch wenig  Probleme mit Buchverfilmungen, weil es nur sehr selten vorkommt, dass eine Figur so gar nicht dem entspricht, was ich mir vorgestellt habe. Von Personen habe ich äußerlich also immer eher eine vage Idee und das reicht mir auch.

Mit dem Drumherum, wie Gebäude oder Natur, habe ich hingegen klarere Vorstellungen und die brauchen auch wenig Anstoß durch Beschreibungen. Daher stören mich zu detailierte Ausführungen immer im Lesefluss. Meine Fantasie braucht nur ganz wenig Anreize und wenn es zu viel wird, werde ich ungeduldig und Langeweile kommt auf. Das wird leider bei High Fantasy für mich gelegentlich zum Problem, wenn der Weltenaufbau sehr ausführlich ist.

Jetzt bin ich neugierig wie das bei euch ist! Kopfkino oder nicht?



Kommentare:

  1. ui, heute bin ich aber früh dran :-)

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  2. Hallo,

    ich bin da nicht so genau fest gelegt wie du. Meine Vorstellung kann gar nicht weit genug gehen - je mehr Beschreibungen um so besser :)

    lg
    Marie

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    1. Hi Marie,

      ja, es scheint da wohl zwei Lesetypen zu geben. Einer, der viele Details braucht und einer dem weniger Beschreibungen genügen, um sich alles vorzustellen. :)

      LG
      Svenja

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  3. Hey,

    bei den Figuren scheine ich genauso zu ticken wie du. Wenn ich mir einen Charakter bildlich vorstelle haben die wenigsten ein klar definiertes Gesicht. Ich dachte erst damit wäre ich alleine :D Da bin ich echt beruhigt das es noch jmd anderen gibt, dem es genauso ergeht wie mir :)

    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Hi Andrea,

      klasse, das ist das erste Mal, dass ich von jemandem höre, der das so sieht wie ich. Ich bin sonst immer erstaunt, wie genau manche Leser sich Gesichtszüge von Buchfiguren vorstellen können, während ich einfach kein Gesicht vor mir sehe. ;)

      LG
      Svenja

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  4. HI du :)
    Ich mach heute das erste mal mit, ich denke ich muss jetzt nicht die ganzen 60 Fragen beantworten ;).
    Die heutige Frage ist eher ein Mischmasch bei mir.

    http://goldkindchen.blogspot.com/2016/04/montagsfrage-1.html


    Liebe Grüße Nicole

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    1. Hi Nicole,

      schön, dass du dabei bist!
      Nein, du musst uganz bestimmt nicht alle Fragen beantworten. ;)

      LG
      Svenja

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  5. Das Problem mit High Fantasy habe ich auch. Wenn seitenlang nur die Umgebung beschrieben wird, langweile ich mich total und ich habe auch schon ein Buch abgebrochen, weil mir zu sehr der Fokus auf der Beschreibung der Gebäude lag und die Handlung dabei total in den Hintergrund gerückt ist. Mir reichen da auch grobe Beschreibungen oder teilweise brauche ich auch gar keine. Wenn da steht "Er sah eine kleine Hütte", dann muss ich nicht genau wissen, aus welchem Material, wie viele Fenster es gibt und ob vielleicht ein bisschen Farbe abgeblättert ist. Alles bitte nur dann, wenn es auch handlungsrelevant ist :D

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    1. Hi,
      gut zu wissen, dass es da auch andere gibt, denen es so geht. Ich musste aus dem Grund auch schon diverse Bücher abbrechen, weil es einfach nicht mehr ging. Wenn Autoren sich zu sehr in Beschreibungen verlieren, dann verpufft bei mir einfach das Interesse, egal wie gut die Geschichte auch sonst sein mag. Beispielsweise habe ich daher nie mehr als ein paar wenige Seiten des 1. Bandes von Herr der Ringe lesen können... ;)

      LG
      Svenja

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    2. Ah, gut dass du das erwähnst. Da habe ich tatsächlich schon überlegt, ob ich es lesen möchte, weil ich das befürchtet hatte, aber jetzt wo du das bestätigt hast, werde ich es wohl lieber lassen :D

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  6. Klar definierte Gesichter haben Buchcharaktere auch nur selten bei mir. Bei mir ist es aber genau andersherum: ich liebe detaillierte Beschreibungen.

    LG Katharina

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    1. Hi Katharina,
      gut zu wissen, dass es doch einigen ähnlich wie mir geht. :)
      Haha, das ist echt interessant. Es gibt da wohl 2 Lesetypen.

      LG
      Svenja

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  7. Ich hab heute auch wieder deine Frage beantwortet (:
    Bei mir ist das Kopfkino immer an und die Bilder verfolgen mich.

    http://resiswelt14.blogspot.de/p/montagsfrage.html

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  8. Ich finde es immer wieder krass, wieviele Buchblogs es gibt! :D
    Bei mir ist Kopfkino sehr detailliert, ausgenommen männliche Personen, was mit meiner Gesichtsblindheit (Prosopagnosie) zusammenhängt.

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    1. Ich finde es auch toll, dass es so viele verschiedene Buchblogs gibt :) Ich komme meistens gar nicht dazu, alle Beiträge zu kommentieren.

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