Dienstag, 23. August 2016

Rezension: These Broken Stars

Titel: Starbound 1 - These Broken Stars
Autoren: Amie Kaufman & Megan Spooner
Genre: Sci-Fi, Dystopia, Young Adult, Romance
Verlag: Disney Hyperion
Seitenzahl: ~ 374
dt. Ausgabe: These Broken Stars - Lilac und Tarver

Inhalt
Es scheint ein ganz normaler Abend auf der Ikarus, einem riesiegen Sternenkreuzer, doch dann wird das Schiff aus dem Hyperspace gerissen und stürzt auf einen Planeten. Lilac LaRoux und Tarver Merendsen überleben den Absturz, aber sie scheinen die einzigen zu sein. Während Lilac das reichste Mädchen des Universums ist, kommt Tarver aus bescheidenen Verhältnissen und weiß nur zu gut, dass er besser die Finger von Mädchen wie Lilac lässt. Doch da sie nur einander haben, müssen sie auf dem Planeten zusammenarbeiten, um Hilfe zu finden.

Meinung
Diese Trilogie, bzw. Band 1 davon, stand schon ziemlich lange auf meiner Wunschliste, fast 2 Jahre glaube ich. Irgendwas hat mich immer zögern lassen, aber letztlich ist das Buch dann doch auf meinen SUB gewandert. Natürlich mit dem schönen englischen Coverdesign, das Deutsche gefällt mir überhaupt nicht mit dem Bildausschnitt der zwei Gesichter.

Als Leser begegnet man den Figuren zunächst auf dem Schiff, der Ikarus. Während Lilac als Tochter des Erbauers dort völlig in ihrem Element ist, fühlt sich Tarver nicht besonders wohl und eher wie ein Tier im Zoo, das zum Vergnügen der reichen Passagiere mit an Bord ist.

Tarver war mir gleich sehr sympathisch. Er hat in seinen jungen Jahren schon viel erlebt und als Soldat an der Front gekämpft. Er gilt als Kriegsheld und ist daher an Bord der Ikarus. Lilac wird von ihrem Vater sehr behühtet und für einen Jungen wie Tarver ist es schon gefährlich auch nur ein Wort mit ihr zu wechseln, da ihr Vater ganz bestimmte Vorstellungen hat, wer für sie in Frage kommt und wer nicht. Man merkt, dass mehr in Lilac steckt als eine verwöhnte Göre, doch sie hält sich an die strengen Regeln ihres Vaters und akzeptiert sein Wort als Gesetz. Auch sie war mir nicht unsympathisch, aber ich gebe zu, dass ich erst etwas mit ihr warm werden musste. Das liegt vermutlich daran, dass es mir schwer fällt mich mit einer Figur zu identifizieren, die (zunächst) so willensschwach wirkt und handelt.

Nach dem Absturz sind die beiden gezwungen zusammen nach Hilfe zu suchen und aufeinander angewiesen. Auf dem Planeten ist jedoch nun Tarver in seinem Element und übernimmt die Führung. Lilac lernt jedoch nach und nach von Tarver, wie sie die Dinge angehen muss und beisst auch die Zähne zusammen, wenn nötig. Die Reibereien und Dialoge der beiden waren meistens sehr amüsant und ihre zögerliche Annährung für mich nachvollziehbar, zumal das Interesse ja schon vor dem Absturz auf beiden Seiten in Ansätzen da war.

Gelegentlich gab's kleine Längen, da die beiden die meiste Zeit nur durch die Wildnis wandern und, von kleinen Ereignissen abgesehen, nicht viel passiert. Daher wird die Handlung sehr von den Dialogen der beiden getragen. Ich mag jedoch derartige Überlebenskampf-Geschichten und es fiel für mich nicht so arg ins Gewicht. Dass der Schreibstil flüssig und angenehm ist, trug sein Übriges zu einem angenehmen Leseerlebnis bei.

Fazit
Ich mag gerne Young Adult in einem Dystopie-/Sci-Fi-Setting, daher hatte ich viel Spaß mit dem Buch. Die Romanze entwickelt sich langsam nebenher und nimmt insgesamt nicht so viel Raum ein, wie ich erwartet hätte. Das war für mich aber eher positiv, da ich auch kein Fan von Insta-Love bin und hier die stetige Entwicklung nachvollziehbar beschrieben wurde. Von mir gibt's daher 4,5 Sterne mit leichten Schwächen und eine Empfehlung für alle, die dem Genre etwas abgewinnen können. Auf Band 2 bin ich jedenfalls schon sehr gespannt.

★★★★☆

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