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Donnerstag, 19. März 2015

Kurzrezension: Fangirl / Rainbow Rowell

Titel: Fangirl
Autorin: Rainbow Rowell
Genre: Liebe, Jugendbuch, YA, Romance
Verlag: Macmillan Children's Books
Seitenzahl: ~ 459
Sprache: Englisch

★★★★☆

Meinung
Rainbow Rowell schafft es irgendwie, Bücher zu schreiben, die ich großartig finde, aber bei denen es mir schwer fällt in Worte zu fassen, warum sie mich so begeistert haben. Nach Eleanor & Park ist Fangirl nun das zweite Buch der Autorin, bei dem es mir so geht.

Angesprochen hat mich das Buch unter anderem, weil ich selbst ein kleines Fangirl bin. ;)
Seit meiner Teenager-Zeit lese ich Fanfictions zu TV-Serien oder Buchreihen, die mich nicht loslassen und von denen ich einfach mehr will, selbst nachdem sie abgeschlossen sind. Allerdings nicht mehr so viel wie früher, das hat schon stark nachgelassen inzwischen. Aus diesem Grund fiel es mir natürlich nicht schwer mich mit Hauptfigur Cath zu identifizieren, die allerdings statt Fanfictions zu lesen ihre eigenen (sehr erfolgreich) schreibt.

Cath und Wren sind Zwillinge und haben bisher immer alles gemeinsam gemacht. Das ändert sich nun, als sie auf's College gehen. Wren möchte ihre eigenen Erfahrungen ohne Cath machen und sucht etwas Abstand, während Cath sich wünscht, dass alles beim Alten bleibt. Sie möchte einfach nur in Ruhe weiter Fanfictions schreiben und kommt nur schwer damit klar, dass sie sich nun ein Zimmer mit jemand anderem als Wren teilt. Sie verkriecht sich, statt Anschluss zu suchen und nur die Beharrlichkeit eines Freundes ihrer Zimmergenossin, lockt sie langsam aus ihrem Schneckenhaus. Im Verlauf der Handlung findet man nun als Leser heraus, ob Cath es schafft sich selbst treu zu bleiben und sich gleichzeitig etwas von ihrem Fangirldasein online zu lösen um sich mehr in der Realität zu bewegen und eigene Erfahrungen zu machen, statt nur durch die Figuren ihrer Fanfiction zu leben.

Der wunderbare Schreibstil und die schön gezeichneten Figuren zogen mich umgehend in ihren Bann und ich konnte erst aufhören zu lesen, als ich bei der letzten Seite angekommen war. Die Entwicklung, die Cath durchmacht, wie sie sich langsam öffnet - sowohl Levi als auch Reagan gegenüber - und dann ihren eigenen Weg ohne ihren Zwilling findet, war einfach toll zu lesen und hat mich bestens unterhalten. Vieles war sehr humorvoll geschrieben, aber insgesamt wurde ein breites Spektrum an Emotionen bei mir hervorgerufen. Rainbow Rowell hat mich nun endgültig überzeugt und ich empfehle Fangirl sehr gerne weiter!







Donnerstag, 11. September 2014

Top Ten Thursday #7



10 Bücher, die ihr niemals empfehlen würdet

01. Bedlam's Bard / Mercedes Lackey & Ellen Guon
Das einzige Buch von M.L., dass ich bisher nicht mochte. Und "nicht mögen" heißt in diesem Fall verabscheuen. Hauptfigur ist ein jämmerlicher, weinerlicher Wicht, den man absolut nicht mögen kann und dann in Buch 2 (es handelt sich um ein 2-in-1 Buch) wird eine Dreierliebesgeschichte beschrieben (und ich meine Dreier-, nicht Dreiecksbeziehung!) wogegen ansich nichts einzuwenden wäre aber sie funktioniert ganz und gar nicht, weil eine Figur im Dreiergespann nicht gleichwertig und eher wie ein lästiges Anhängsel ist. Absolut von abzuraten! Allerdings hat Lackey das Buch nicht allein geschrieben, sondern mit Ellen Guon, die vermutlich für das Grauen wirklich verantwortlich ist.

02. Die Nacht der Wölfin / Kelley Armstrong
Angelockt durch die Darkest Powers Trilogie der Autorin, wollte ich in diese Reihe reinlesen, weil sie in der selben Welt spielt. Nur eben mit erwachsenen Figuren. Großer Fehler! Ich hatte ein großes Problem damit, dass der männliche Hauptcharakter ständig das NEIN der weiblichen Hauptfigur ignorierte, egal worum es ging (sexuelle Handlungen und div. alltägliche Begebenheiten) und kurz gesagt ein Arschloch war. Nicht, dass die Frau besser gewesen wäre mit ihrer Untreue, Weinerlichkeit und dem Unvermögen Verantwortung für die eigenen Handlungen zu übernehmen. Allgemein wurde ein Bild von Beziehungen zwischen Mann und Frau gezeichnet, dass mich abstößt und daher werde ich in diese Reihe garantiert nie wieder einen Blick werfen.

03. Cheyenne - Timeless Series // Lisa L. Wiedmeier
Naja, ein gratis ebook. Leider eins von den Schlechten. Laaaaaaaaaaangweilig und die weibliche Hauptfigur ist zum abgewöhnen unselbstständig und...äh...strohdoof. Wirklich tolle Heldin. Sowas liest man doch gerne. Nicht! Finger weg!

04. Vanish / Sophie Jordan
Band 1 war eigentlich gar nicht so übel, obwohl da ein paar Kleinigkeiten waren, die mir nicht so recht behagten/gefielen. Leider wurde dies in Band 2 ins Unermessliche gesteigert. Ich konnte irgendwann nicht weiterlesen. Schrecklich. Vor allem die weibliche Hauptfigur. Sie ging mir so auf die Nerven und auch die anderen Figuren...alles nicht gerade Personen, mit denen ich in der Realität zu tun haben wollen würde. Ich bewundere jeden, der es bis zum Ende schafft.

05. Himmelwärts / Rebecca Hohlbein
Der Klappentext war so vielversprechend und als Tochter von Wolfgang Hohlbein machte sie mich neugierig (wobei ich von ihm nur die Bücher wirklich mag, die er mit seiner Frau zusammen geschrieben hat). Dieses Buch ist Chaos pur. Es passieren Dinge, es tauchen unzählige Personen auf, um dann wieder zu verschwinden und irgendwann mal wieder aufzutauchen, wenn man sie längst vergessen hat, weil die Handlung dazwischen so verwirrend war, dass man sich nicht alles merken konnte. Tut mir leid, aber das war wirklich unangenehm zu lesen. Außerdem mag ich den Aufzählungsstil von unzähligen aneinandergereihten Nebensätzen nicht, die sich über komplette Seiten erstrecken.

06. Specials / Scott Westerfeld
Band 1 der Trilogie war großartig, Band 2 gefiel mir auch noch ziemlich gut, aber Band 3 war eine herbe Enttäuschung. Die Hauptfigur war nicht mehr wieder zu erkennen, man konnte sie nicht mehr wirklich mögen, Personen, die vorher wichtig waren, kamen gar nicht mehr vor und ihr Handlungsstrang lief ins Leere, Dinge wurden nicht erklärt... Völlig unbefriedigendes Ende, dabei war der Auftakt mit Band 1 so genial!

07. Grave Witch / Kalayna Price
Klasse Inhaltsangabe und die Sache mit Death und der besonderen Beziehung, die er zur weibl. Hauptfigur hat klang vielversprechend, neu, interessant [siehe meine Rezension hier!]. Aber Heldinnen, die ständig gerettet werden müssen, sind in Urban Fantasy/Paranormal Romance nicht gerade mein Fall. Und dann die Auflösung mit Death. Warum überhaupt schon in Band 1 die Auflösung? Absolut unspannend! Und dann noch diese öde Aufschlüsselung. Große Enttäuschung, in meinen Augen nicht empfehlenswert.

08. Grimspace / Ann Aguirre
Sci-Fi Space-Thriller mit taffer Heldin. Dachte ich. Leider konnte ich zu den Figuren keine Beziehung aufbauen und die Geschichte war einfach irgendwie nichtssagend, unspannend und nicht mein Fall. Klang nach mehr, aber wenn das einzig Positive, das im Gedächtnis bleibt eine niedliche Baby-Alien-Echse ist, dann ist irgendwas schief gelaufen denke ich.

09. Die Rebellin / Trudi Canavan
Einiges hat mir gefallen, aber die verstockte Hauptfigur nervte mich unendlich. Ich hatte oft das Gefühl die Autorin lässt die Figur so stur/misstrauisch/dumm sein, damit sie die Handlung etwas strecken kann, aber über den Mangel an Spannung täuschte das trotzdem nicht hinweg. Keine Ahnung. Aber Bücher, in denen mich die Hauptfigur nervt, sind einfach nicht lesbar. Als ich es dann doch mal endlich durch hatte, war ich jedenfalls nicht ansatzweise motiviert weiter zu lesen und konnte ganz und gar nicht verstehen, warum viele so begeistert waren.

10. Sturm / Claudia Kern
Das Buch hinterließ mich etwas ratlos. Der Schreibstil war so flüssig, dass ich es ausgelesen habe, aber die Handlung war nicht besonders originell und ich konnte fast keinen der Charaktere leiden. Ganz besonders Ana nicht. Am interessantesten fand ich Jonan. Null Atmosphäre und eine platte Geschichte, unterbrochen von wirklich blutigen Szenen, die mal sowas wie Spannung 'reinbrachten. Mehr bleibt nicht im Kopf. Klang besser als es war. 



Und wie sieht's bei euch aus? Kennt ihr vielleicht eins der Bücher und habt ähnlich empfunden? Oder völlig anders? Welches Buch würdet ihr nie empfehlen? Ich bin gespannt!







Montag, 9. Juni 2014

Kurzrezension: Anaïs Nin / Tagebücher 1920-1921

Nur eine kurze Rezension, eher eine spontane Meinung, zum Buch. Gedanken eben, die mir nach dem Lesen im Kopf herumspukten.

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Was gibt es nun zu sagen nach der Lektüre ihrer frühen Tagebücher, die sich etwa über 1 Jahr (1920-1921) erstrecken?

Da ist zunächst einmal ihre Fähigkeit der Selbstreflexion, die man sicher nur bei wenigen Menschen bereits im Alter von 17/18 Jahren findet, wenn überhaupt jemals und mir daher als bewundernswert erscheint. Und auch ihre Begabung, Beobachtungen oder alltägliche Situationen in teils nahezu poetisch anmutende Worte zu kleiden, sodass jede noch so simple Begebenheit besonders und einzigartig scheint, ist erwähnenswert und sicher ein Grund für die Besonderheit ihrer Tagebücher.

Allerdings habe ich doch recht lange gebraucht, um ihre Aufzeichnungen bzw. die 366 Seiten derselben zu lesen, da sie nicht sehr flüssig schreibt. Anaïs Nin beschreibt ihren Schreibstil selbst als "weitschweifig" und leider habe ich oft ein Problem mit dieser Art Stil. Knappe, auf den Punkt gebrachte Texte, sprechen mich in der Regel mehr an. Manche Passagen - vor allem ihre Schwärmereien ihren Cousin Eduardo betreffend - empfand ich irgendwann als furchtbar zäh, sich ständig wiederholend und auch etwas nervend.

Stets beteuert sie, ihre Zuneigung (sie schreibt Liebe) zu Eduardo sei nur von freundschaftlicher Natur, doch gibt es meiner Ansicht nach zahlreiche Indizien, die beweisen, dass es sich von ihrer Seite aus nicht nur um Freundschaft handelt, obwohl sich darüber wohl jeder selbst ein Urteil bilden sollte. Zugegeben etwas, das mich vor allem deshalb störte, weil sie es immer wieder in endlosen Tagebucheinträgen abstreitet, damit aber in meinen Augen zugleich das Gegenteil beweist. Leider ziehen sich diese Einträge durch das gesamte Buch und zum Ende hin fiel es mir schwer sie nicht zu überfliegen/überspringen.

Unter dem Gesichtspunkt, dass es sich um die Schriften einer sehr jungen Frau, fast noch einem Mädchen, handelt, sollte man bestimmte Dinge betreffend wohl nachsichtig mit dem Inhalt sein. Grundsätzlich fand ich ihre Erzählungen interessant, wunderbar geschrieben (wenn auch nicht so flüssig, wie mir lieb wäre) und ich hoffe in den späteren Tagebüchern (ab 1931) einen etwas gereifteren Stil vorzufinden, wenn ich mich den folgenden 4 Bänden zuwende.


★★★☆☆